Was jede Angabe dir sagt
Eine Merinosocke besteht zur Hälfte oder mehr aus Merino, gemischt mit Polyamid und Elasthan; mit 30 bis 49 % Merino ist sie eine Merinomischung. Eine Kunstfasersocke besteht aus Polyamid, Polyester, Coolmax oder ähnlichen Garnen und enthält keine Tierfaser. „Ohne Wolle“ ist eine Materialangabe; „vegan“ ist eine eigene Aussage, die der Hersteller machen muss.
Feuchtigkeit und Trocknung
Hersteller beider Sorten werben mit Feuchtigkeitstransport, aber keiner veröffentlicht Trocknungszeiten, die du vergleichen könntest. Polsterung, Stärke und Lagen verändern die Trocknung so sehr wie die Faser. Gib im Socken-Tourenplaner die Trocknungszeit ein, die du selbst erlebt hast.
Wärme
Eine voll gepolsterte Merino-Crew und eine dünne Zehensocke aus Kunstfaser unterscheiden sich in viel mehr als der Faser. Für kalte Touren nimm eine voll gepolsterte Socke mit hohem Bündchen in Stiefeln mit Platz, für Hitze eine leichte mit niedrigem Bündchen. Die Ratgeber für Kälte und heiße Tage zeigen die passenden Socken.
Geruch und mehrmaliges Tragen
Merino-Hersteller werben oft mit Geruchshemmung. Kein Etikett sagt dir, wie viele Tage du ein Paar tragen kannst; plane deinen Wechsel nach den Waschgelegenheiten und deiner eigenen Nase.
Haltbarkeit und Garantie
Polyamid gibt einer Socke ihre Festigkeit; deshalb steckt es auch in Merinosocken. Eine lebenslange Garantie ist ein Ersatzversprechen, keine gemessene Lebensdauer; wie die Zusage funktioniert, steht auf der Seite zu Garantie und Rückgabe.
Die Pflege kann entscheiden
Manche Merinosocken dürfen bei niedriger Temperatur in den Trockner, andere müssen liegend trocknen; manche Kunstfasersocken vertragen eine warme Wäsche. Kannst du unterwegs nur auf eine Art waschen, sieh vor dem Kauf in der Pflegeübersicht nach.
Was dieser Ratgeber nicht sagen kann
Wärme, Trocknung und Geruch hat dieser Ratgeber nicht getestet. Das Etikett klärt, woraus eine Socke besteht; deine Schuhe und deine Tour entscheiden, welche funktioniert.